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 | NEUERE GESCHICHTE Markanter Punkt im Laufe der jüngeren Stadtgeschichte ist die durch Gesetz zur Neuordnung des Kreises Olpe zum 1. Juli 1969 erfolgte Zusammenlegung der Gemeinden Attendorn-Land und Helden (mit Ausnahme der Gebiete Heggen und Oberveischede) mit der alten Stadt Attendorn zu der neuen Stadt gleichen Namens.
Das Gebiet der heutigen Stadt Attendorn wies noch 1939 insgesamt rd. 12.100 Einwohner auf, stieg jedoch bis 1950 auf etwa 15.600 Einwohner, bis 1961 auf etwa 18.800 Einwohner und bis 1970 auf ungefähr 23.000 Einwohner. Dieser Einwohnerstand hat sich in den folgenden Jahren etwa gehalten. Durch die kommunale Neuordnung vergrößerte sich das Stadtgebiet um das achtfache auf rd. 97 qkm. Zum Stadtgebiet gehören das für den Fremdenverkehr bedeutsame Repetal mit dem Hauptort Helden ebenso wie das Ihnetal mit dem Hauptort Neu-Listernohl. Neu-Listernohl wurde im Zuge des Biggetalsperrenbaus als Ersatz für das untergegangene Listernohl völlig neu errichtet. Während zwischen Ennest und dem Kernraum bereits eine bauliche Verbindung besteht, ist der Raum Windhausen-Lichtringhausen vom Kernraum durch einen breiten Streifen land- und forstwirtschaftlich genutzter Fläche getrennt und an der Grenze der Kreise Olpe/Märkischer Kreis gelegen.
WIRTSCHAFT Die Stadt ist aufgrund ihrer Lage, Infrastruktur, Bedeutung, flächenmäßigen Ausdehnung und der ausgewiesenen Entwicklungsmöglichkeiten bestens geeignet, neuen Industrieprojekten die erforderliche solide Grundlage zu geben. Nach Belegung der Industriegebiete Stesse ,Biggen und Ennest wurde mit der planmäßigen Erschließung des Gewerbe- und Industriegebietes Askay begonnen, das ca. 25 ha gewerbliche und industrielle Baufläche ausweist. Daneben ist im Bereich der Finnentroper Straße ein Gewerbehof für neue und kleinere Unternehmen geplant. Auch werden zur Zeit bzw. in den nächsten Jahren neue Wohnsiedlungsgebiete in den Gebieten Auf dem Sacke , Auf dem Schilde II , Wippeskuhlen-West sowie in Dünschede und Neu-Listernohl erschlossen.
Weiterhin hat die Stadt eine Strukturanalyse in Auftrag gegeben, die die vorhandene Situation erfaßt und Verbesserungsvorschläge vor allem für die Bereiche Handel und Dienstleistungen aufgezeigt hat. Um dem zunehmenden Freizeitangebot Rechnung zu tragen, ist beabsichtigt, konkrete Maßnahmen zu realisieren bzw. durch entsprechende Planungsaktivitäten zu begleiten.
SEHENSWÜRDIGKEITEN Auch heute noch künden der Sauerländer Dom (Pfarrkirche St. Johannes Baptist) mit romanischem Turm aus der Zeit um 1200 und dem gotischen Langhaus aus dem 14. Jahrhundert, die Hospitalkirche aus dem 14. Jahrhundert, zwei Stadttürme und andere Bauwerke von der wechselvollen Geschichte der Stadt. Im alten Rathaus, dem einzigen erhaltenen gotischen Profanbau Südwestfalens, wurde das Südsauerlandmuseum eingerichtet. Seit der Entdeckung der Atta-Höhle im Jahre 1907, der wohl größten und schönsten Tropfsteinhöhle Deutschlands, hat sich Attendorn zum bedeutendsten Ausflugsort des Sauerlandes entwickelt. Auch die Umgebung der Stadt bietet viele Sehenswürdigkeiten, so die Burg Schnellenberg , die seit 1594 der berühmten westfälischen Drostenfamilie von Fürstenberg als Wohnsitz diente. Bemerkenswert sind auch Kapelle und Burgruine Waldenburg; letztere wurde als ältestes Baudenkmal (11. Jh.) und als Verwaltungskeimzelle des Kreises Olpe in den letzten Jahren mit einem hohen ideellen und finanziellen Aufwand restauriert.
Ein ideales Erholungsgebiet bietet der Biggesee mit Campingplatz und Strandbad Waldenburger Bucht vor den Toren der Stadt. Der riesige Staudamm dieser mit fast 150 Millionen cbm Stauinhalt größten und schönsten Talsperre des Sauerlandes liegt zusammen mit der Listertalsperre und dem Ahauser Stausee in unmittelbarer Nähe der Stadt. Der Gast findet in modernen Hotels und Gaststätten einen angenehmen Aufenthalt. Ein Hallenschwimmbad, Reithallen, Sportplätze, Schießstände, Tennisplätze und Kegelbahnen stehen zur Verfügung. Die Stadthalle, die 1996/97 zu einer multifunktionalen Fest- und Kulturhalle ausgebaut wurde, eignet sich für kulturelle Veranstaltungen, Kongresse, Tagungen, Ausstellungen und für gesellige Veranstaltungen und Betriebsfeiern von bis zu 960 Personen. Konferenzzimmer, kleiner Saal, großer Saal, vollautomatische Kegelbahn und Schießstände sind vorhanden.
DATEN & FAKTEN Gesamtfläche: 9714 ha (davon über 50% Waldfläche) Straßennetz: 475 km Kanalnetz: 200 km Höchster Punkt: Rüenhardt (Ebbe): 636 m über NN Bevölkerung (Stand 31.12.2004): 25.161 Einwohner davon männlich 12.439 davon weiblich 12.722

Der sog. "Attendorner Dom"
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Die Attendorner Fußgängerzone
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