Pressespiegel:

Olpe & Umgebung
  • Wenden, 20. Oktober 2005
Siegener Zeitung 20.10.05

Bürgerbus bald auch im Wendschen

Vereinsgründung steht noch aus / Bereitschaft für Vorstandsarbeit aber ist zementiert
Und in der Tat: Alle Zeichen deuten nunmehr darauf, dass sehr bald im Wendener Land ein Bürgerbus das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ergänzt. Es fanden sich bereits Ehrenamtliche, die die Vorstandsarbeit erledigen wollen, und auch ehrenamtliche Fahrer stehen parat. Einzig die er-forderliche Vereinsgründung fand am Dienstag nicht statt. Diese will man nun gründlich vorbereiten und schnellstmöglich durchführen.

Keine ÖPNV-Konkurrenz

Kurz zur Vorgeschichte: Bürgerbusse gibt es in Nordrhein-Westfalen seit 20 Jahren. 60 Vereine betreiben inzwischen ein solche Einrichtung und werden vom Land bei der Anschaffung (30 000 € alle siebe Jahre) und Unterhaltung der Busse (5000 € im Jahr) unterstützt. Der Bürgerbus ist eine Möglichkeit, als ÖPNV-Ergänzung Mobilitätsdefizite und Lücken im Nahverkehrsangebot zu schließen. Er tritt dabei nicht in Konkurrenz zu den Linienbussen, sondern ist deren Zubringer. Darüber hinaus bringt er Bürgerinnen und Bürger, die entlang der „normalen" Buslinien wohnen, zum Einkaufen, zum Arzt oder zum Rathaus.
Für den Betrieb und die Organisation eines Bürgerbusses ist die Gründung eines Vereins mit ehrenamtlichem Vorstand notwendig. Weiterhin werden ehrenamtliche Fahrer benötigt, die den Führerschein der Klasse B (früher Klasse 3) besitzen. Sie bekommen lediglich die ihnen entstehenden Unkosten erstattet.
Bereits vor Jahren hatte die SPD im Wendener Gemeinderat den Antrag auf Einrichtung eines Bürgerbusses gestellt.