Pressespiegel:

Olpe & Umgebung
  • Attendorn, 21. Oktober 2005
Westfalenpost 21.10.05

SPD-Politiker für die Erweiterung der JVA

Geschlossener Vollzug soll aus Siegen nach Attendorn umziehen
SPD Politiker besuchten JVA in Attendorn

Leiter Michael Wulf (l.) und der Leiter des Vollzugsdienstes, Willi Wurm (r.), empfingen die SPD-Landtagsabgeordneten, sowie Bürgermeister Alfons Stumpf
Durch eine Erweiterung um den geschlossenen Vollzug könne der JVA-Standort Attendorn nachhaltig und dauerhaft gesichert werden, sagten beide anlässlich eines Besuchs der beiden SPD-Landtagsabgeordneten Helga Schwarz-Schumann (SI) und Reinhard Jung (OE).
Helga Schwarz-Schumann, Siegener SPD-Landtagsabgeordnete, machte ebenfalls deutlich, dass sie sich eine Verlegung nach Attendorn wünsche: „Damit bekämen wir endlich die Chance, die gesamte historische Bausubstanz des Unteren Schlosses in Siegen optimaler zu nutzen. Es wäre dann zum Beispiel möglich, dort, wie bereits angedacht, Fachbereiche der Universität unterzubringen." Attendorns Bürgermeister Alfons Stumpf wies darauf hin, dass es in seiner Stadt Bedenken gegen eine Erweiterung der vorhandenen JVA gibt. „Ich persönlich bin aber der Meinung, dass es gleichwohl möglich sein müsste, diesen Schritt zu gehen", fügte das Stadtoberhaupt hinzu und meinte, dass die Sicherheitsprobleme "durchaus lösbar" seien. Ein Vorteil wäre aus seiner Sicht nicht zuletzt, dass die fast 50 - bisher in Siegen vorhandenen - Arbeitsplätze zusätzlich nach Attendorn verlegt würden.

In Siegen seien die Unterbringungssituation für die Häftlinge und die Arbeitsbedingungen für, das Personal desolat, so Bereichsleiter Joachim Mocha. Hier müsse unbedingt etwas geschehen. Während ein Neubau an einem Alternativstandort in Siegen wegen der geringen Größe (93 Haftplätze) nicht mehr in Betracht kommt, steht das Land nunmehr vor der Entscheidung, ob die vorhandene Zweiganstalt im Unteren Schloss grundlegend modernisiert oder aber der geschlossene Vollzug von Siegen nach Attendorn verlegt, die dortige Haftanstalt also entsprechend erweitert wird.

Wie die neue Landesregierung entscheiden wird, ist noch offen.