Pressemitteilung:
Hendrik Frydrych setzt sich durch / Dieckmann meidet Aussprache
Überraschung: 22-jähriger neuer Schriftführer der SPD im Kreis Olpe

SPD-Landeschef Jochen Dieckmann, als Gastredner bei den heimischen Genossen, wich dagegen jeder unangenehmen Diskussion aus: „Kritik an der Vergangenheit bringt nichts." Der Blick müsse in die Zukunft gerichtet werden. Dabei hatte Dieckmann selbst betont, dass gerade die Programmdebatte jetzt eine gute Gelegenheit zum Reflektieren biete.
Der Weg sei das Ziel, war mehrfach zu hören. Wichtige Wegstützen sollen die Betonung sozialer Gerechtigkeit sein und die Antwort auf die Frage, die Jürgen Meise vom Attendorner Ortsverein in den Raum stellte: „Warum sollen die Menschen überhaupt SPD wählen?" Um die Europawahl 2009 und die Wahlen 2010 bestehen zu können, seien eine einheitliche Linie und eine Zusammenarbeit auf allen Ebenen der SPD notwendig, so Meise.
Ein erster Schritt ist aus SPD-Sicht getan. Uwe Beul als neuer Vorsitzender des Unterbezirks (wir berichteten) soll es richten und die SPD im Kreis Olpe nach vorn bringen. Unterstützende Hilfe soll er durch seine beiden Stellvertreter Torsten Tillmann (Finnentrop) und Reinhard Jung (Wenden) erhalten.
Eine kleine Überraschung bei den Wahlen zum Unterbezirksvorstand war der Sieg von Hendrik Frydrych (Drolshagen). Der 22-Jährige wurde neuer Schriftführer. Geschlagen geben musste sich der 71jährige und bisherige Amtsinhaber Günter Belchaus (Ortsverein Welschen Ennest/Silberg). Die weiteren Mitglieder des Unterbezirksvorstandes sind Antje Seidenstücker (Altenhundem) als Schatzmeisterin, Thieß Hanspach (Olpe) als Bildungsbeauftragter, Christian Pospischil (Attendorn) als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit und Fred Friederici (Wenden) als Seniorenbeauftragter.
Der Unterbezirksparteitag verabschiedete zwei Initiativanträge. Zum einen wurde die SPD-Landtagsfraktion aufgefordert, sich mit allen Kräften dafür einzusetzen, dass die für 2008 geplante Aufhebung der Schulbezirke im Grundschulbereich nicht verwirklicht wird. Zum anderen sprachen sich die heimischen Genossen dafür aus, das Amt der Parlamentarischen Staatssekretäre aufzuheben - eine Attacke auf den heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Hartmut Schauerte, der jüngst zum Staatssekretär im Wirtschaftsministerium berufen wurde.
