Pressemitteilung:
Reinhard Jung (MdL) besuchte den Bürgermeister der Stadt Olpe
"Hüppcher Hammer": Müller wirbt um Wenden und Drolshagen
Bürgermeister Horst Müller hat eine Vision: Gerne würde er den zweiten Turm der Olper St. Martinus-Kirche, der dem Krieg zum Opfer gefallen ist, wieder aufbauen. Dadurch würden das Zentrum der Kreisstadt und auch der Blick aus seinem Amtszimmer im Rathaus attraktiver. "Aber dafür fehlt es der Kirche an Geld, und wir als Stadt können das leider auch nicht schultern", bedauerte Müller jetzt in einem Gespräch, das er mit dem heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Reinhard Jung führte.Etwas realistischer ist da schon die Aussicht auf eine Realisierung der sogenannten Westtangente, die die Olper Innenstadt von einem Teil des Durchgangsverkehrs entlasten soll. Wie Bürgermeister Müller dem SPD-Landtagsabgeordneten erläuterte, gibt es für den südlichen Abschnitt dieser Umgehungsstraße (vom Kreisel an der L 512 in der Nähe des Amtsgerichts bis zur Kreuzkapelle) bereits einen Planaufstellungsbeschluss. „Für dieses Projekt benötigen wir natürlich Landesmittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Noch unter der alten Landesregierung wurde ein Antrag auf Aufnahme in die entsprechende Finanzplanung gestellt“, erläuterte Horst Müller. Reinhard Jung (MdL), der im Landtag Mitglied des Ausschusses für Bauen und Verkehr ist, sicherte der Stadt Olpe seine Unterstützung in dieser wichtigen Angelegenheit zu.
Weiteres Thema war das geplante neue Gewerbegebiet „Hüppcher Hammer“, das westlich der A 45 - etwa in Höhe der Abfahrt Olpe - erschlossen werden soll. Im derzeit gültigen Regionalplan sind bereits 20 des insgesamt 50 Hektar großen Gebietes anerkannt. „Diese 20 Hektar benötigen wir Olper dringend, um unseren eigenen Bedarf an neuen Gewerbeflächen in den kommenden Jahren zu decken. Im Moment stehen nur noch 10 Hektar in Saßmicke zur Verfügung“, schilderte Bürgermeister Horst Müller die aktuelle Situation.
Die verbleibenden 30 Hektar des Geländes „Hüppcher Hammer“ müssten nach den Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen als interkommunales Gewerbegebiet erschlossen und genutzt werden. „Wir brauchen hier also Partner. Anbieten würde sich eine Zusammenarbeit mit den beiden Nachbarkommunen Drolshagen und Wenden“, so Müller. Reinhard Jung (MdL) und der Olper Bürgermeister waren sich einig, dass das Land im Zuge der nächsten Fortschreibung des Regionalplans den Bedarf für das gesamte Areal anerkennen müsse. „Dies liegt im Interesse der ganzen Region“, betonte Jung und stimmte dem Bürgermeister zu, dass hier eine parteiübergreifende Beschlussfassung im Regionalrat wünschenswert wäre.
Bürgermeister Müller berichtete dem SPD-Landtagsabgeordneten, dass der Olper Rat vor wenigen Tagen mit schwarz-rot-grüner Mehrheit den Haushalt für das kommende Jahr beschlossen hat. Erfreulich sei, dass die Gewerbesteuereinnahmen auch in Olpe gestiegen seien. Dennoch sei die finanzielle Lage derzeit undurchsichtig, da die Landeszuweisungen, insbesondere die GFG-Mittel, derzeit noch nicht genau beziffert werden könnten, so Müller. Reinhard Jung kritisierte in diesem Zusammenhang die späte Einbringung des Landeshaus-haltes für das Jahr 2006. „Die Landesregierung sollte schnellst möglich klare Verhältnisse schaffen, damit alle, die von den haushaltspolitischen Entscheidungen des Landes abhängig sind, insbesondere auch die Kommunen, wieder auf einer fundierten Grundlage planen können“, forderte Reinhard Jung (MdL).
Jung und Müller vereinbarten, den gemeinsamen Kontakt auch in Zukunft zu pflegen. In Anspielung auf die große Koalition im Bund meinte Bürgermeister Müller, dass die verschiedenen Parteien auch, soweit es um Belange der Region Olpe gehe, möglichst eng miteinander kooperieren sollten. „Schließlich sind wir alle nicht für uns, sondern für den Bürger da“, stellte Müller klar. Reinhard Jung (MdL) stimmte dem Bürgermeister zu und bot der Stadt Olpe an, diese künftig im Rahmen seiner Möglichkeiten, die er als Landtagsabgeordneter habe, zu unterstützen. „Lassen Sie mich stets wissen, wo es Probleme gibt, denn nur dann kann ich helfen“, meinte der SPD-Politiker abschließend.