Pressemitteilung:
Polizeibeamte demonstrierten gegen Regierungspläne
"Geschenke der drei Könige"
Siegener Zeitung vom 10. Januar 2006

Gegen Personalabbau in der Polizei, gegen weitere Einschnitte in das soziale Netz, gegen konzeptions- und sinnlose organisatorische Veränderungen und gegen den Kahlschlag in der Inneren Sicherheit. Während des Protestzuges wurde die Olper Abordnung vom heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Reinhard Jung begleitet. Vor dem Innenministerium skandierten die 2000 Kolleginnen und Kollegen laut: „Wir haben keine Angst vorm bösen Wolf!" Danach zogen sie weiter zum Apolloplatz, auf dem eine kurze "Zwischenkundgebung Zeit zum Verschnaufen gab.
Brigitte Herrschaft, stellv. GdP-Vorsitzende, machte die Position der GdP für die Angestellten und Arbeiter deutlich. In einem kurzen Statement forderte sie unter anderem die Übernahme des TvöD auf für die Angestellten und Arbeiter in NRW und wies auch noch mal darauf hin, dass „die Stellschraube Wochenarbeitszeit nicht zur Bewältigung von mehr Arbeit, sondern ausschließlich zur Reduzierung des Personals und zur Vernichtung von Arbeitsplätzen eingeführt" worden sei.
Viel Applaus bekam GdP-Vorsitzender Frank Richter, der erklärte, dies sei nur der Auftakt einer Reihe von Protestveranstaltungen. Die GdP werde die Politik der Rüttgers-Regierung nicht hinnehmen. „Wir erwarten und hoffen auf einen sachgerechten Kurswechsel in der Innenpolitik. Die GdP wird sich vernünftigen Vorschlägen nicht verschließen." Man demonstriere gegen eine hilflose Politik, die statt kompetent und kreativ zu gestalten, die Holzhammer-Methode wähle.
