Pressemitteilung:
MdL Reinhard Jung informierte sich über Wirtschaftsförderung in Olpe
Heller: Region hat eine "relativ gesunde Unternehmensstruktur"

Jung und Heller stimmten überein, dass der Industriebesatz im Kreis Olpe "mehr als zufrie-denstellend" ist. Dies gelte nicht nur für die Stadt Olpe, die vor allem auch ein wichtiger Dienstleistungsstandort sei, sondern insbesondere auch für die Nachbarkommunen Atten-dorn und Wenden. "Vorrangige Aufgabe unserer kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist die Pflege des vorhandenen Bestands an Unternehmen im Stadtgebiet Olpe", erläuterte Geschäftsführer Elmar Heller. So unterhalte die - in Olpe seit 1985 bestehende - Gesellschaft enge und regelmäßige Kontakte zu hiesigen Firmen. Eine wichtige Aufgabe sei auch die kontinuierliche Imagepflege für den Wirtschaftsstandort Olpe durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Weiter wies Heller darauf hin, dass seine Gesellschaft auf dem Gelände der ehemaligen Firma Schlösser in Olper Hütte einen Gewerbehof bewirtschafte. "Hier stel-len wir neu gegründeten Unternehmen zeitlich befristet relativ preisgünstige Betriebsflächen zur Verfügung, um so den Aufbau noch junger Firmen zu erleichtern", betonte der Geschäftsführer.
Auf Nachfrage Reinhard Jungs (MdL) stellte Heller ferner klar, dass die Beratung von Existenzgründern "nicht zum Kerngeschäft" der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Olpe gehöre. "Als kleine kommunale Gesellschaft stellen wir insoweit keine Konkurrenz zu den Kammern dar, die auf diesem Gebiet über eine größere Erfahrung verfügen", betonte Elmar Heller. Nicht selten würden Existenzgründer daher an die Kammern verwiesen. Anders sehe das bei großen kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften in den Ballungszentren aus, so Heller. Dazu Reinhard Jung: "Bestrebungen der neuen Landesregierung, die Existenzgründungsberatung ausschließlich bei den Kammern zu konzentrieren, werden von uns Sozialdemokraten abgelehnt. Dort, wo kommunale Wirtschaftsförderungseinrichtungen bisher - neben den Kammern - erfolgreich auf diesem wichtigen Gebiet gearbeitet haben, sollte das auch in Zukunft möglich bleiben."
Weiteres Gesprächsthema war die Bereitstellung ausreichender Gewerbeflächen für die Erweiterung vorhandener und die Ansiedlung neuer Betriebe. Heller ließ keinen Zweifel daran, dass das neue Gewerbegebiet "Hüppcher Hammer", von dem bisher 20 Hektar für den eigenen Olper Bedarf seitens der Regionalplanung anerkannt sind, für die Kreisstadt von großer Bedeutung sei. "Es sind in letzter Zeit bereits Ansiedlungen hier in Olpe gescheitert, weil wir den Interessenten keine wirklich attraktiven Flächen, die ihren Vorstellungen entsprachen, anbieten konnten", berichtete Heller und plädierte dafür, weitere 30 Hektar des Areals "Hüppcher Hammer" als interkommunales Gewerbegebiet zu erschließen. Jung bezeichnete diesen Wunsch als "aus Olper Sicht nachvollziehbar", schloss aber nicht aus, dass seine - als Partner der Stadt Olpe in Betracht kommende - Heimatgemeinde Wenden "am Ende doch eine eigene Lösung zur Deckung ihres künftigen Gewerbeflächenbedarfs bevorzugen könnte. Natürlich wäre auch das zu akzeptieren, denn schließlich geht es grundsätzlich darum, die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Gesamtregion zu ermöglichen", so der SPD-Landtagsabgeordnete.
Elmar Heller wies noch ergänzend darauf hin, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Olpe auch Mitveranstalterin der Südwestfalen-Bau, einer regionalen Ausstellung, die alle zwei Jahre in der Kreisstadt stattfindet, ist. Reinhard Jung (MdL) und sein Gastgeber vereinbarten, auch künftig miteinander im Gespräch zu bleiben.
