Brief:
Auf die Berichterstattung über den Besuch der NRW-Justizministerin in der JVA Attendorn möchten wir mit folgendem Leserbrief antworten:
CDU-Ministerin eine Fehlbesetzung
Die Berichterstattung über den Besuch von NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter in der JVA Attendorn ist erschreckend und deprimierend zugleich. Wer von der Ministerin eine klare Antwort auf die - in unserer Region besonders interessierende - Frage, ob der geschlossene Strafvollzug von Siegen (Unteres Schloss) nach Attendorn verlegt werden soll oder nicht, erwartet hatte, sieht sich bitter ent-täuscht. Uns ist bekannt, dass sich eine interne Arbeits- bzw. Planungsgruppe bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Um so erstaunlicher, dass sich die zuständige Fachministerin vor ihrem Besuch in Attendorn scheinbar zu keinem eigenen Standpunkt durchringen konnte. Schlimmer noch: Die ausweichenden und beliebigen Antworten, die die CDU-Ministerin in ihrer Pressekonferenz zum Besten gegeben hat, lassen vermuten, dass sie sich auf den Besuch in Attendorn nicht einmal gründlich vorbereitet hatte. Auf Ministervisiten, die lediglich der (hier kräftig misslungenen!) Selbstdarstellung, nicht aber der Lösung konkreter, vor Ort bestehender Probleme dienen, kann die Region verzichten.Helga Schwarz-Schumann (MdL), Siegen
Reinhard Jung (MdL), Wenden