Pressemitteilung:

Olpe & Umgebung
  • Kreis Siegen-Wittgenstein/Düsseldorf, 09. Mai 2006
Landtagsabgeordnete warnen vor Kahlschlag

"Verbraucherberatung in Siegen muss gesichert werden"

Helga Schwarz-Schumann (MdL): "Es ist richtig, dass die entsprechenden Mittel auch bereits im Rahmen des Doppelhaushaltes 2004/05, für den noch die alte Landesregierung verantwortlich war, erstmalig gekürzt worden sind." Wer ein qualifiziertes Beratungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger aufrechterhalten wolle, "muss jedoch erkennen, dass dem Sparen irgendwo Grenzen gesetzt sind". Der Vorschlag der Verbraucherzentrale, die für 2006 geplante weitere Kürzung von knapp einer Million Euro um lediglich 300.000 Euro zu reduzieren, zeige, dass man bereit ist, weitere Einsparungen hinzunehmen. "Diese Haltung der Organisation zeugt von großem Verantwortungsbewusstsein", lobte die Siegener SPD-Politikerin und fügte hinzu: "Ich habe volles Verständnis dafür, dass die Schmerzgrenze der Verbraucherzentrale dagegen überschritten wäre, wenn sich CDU und FDP nicht doch noch kompromissbereit zeigen." Schwarz-Schumann appellierte an die neue Landesregierung, "hier über ihren Schatten zu springen, um so verhindern, dass einzelne Beratungsstellen, darunter die in Siegen, geschlossen werden müssen".

Helga Schwarz-Schumann (MdL) machte weiter deutlich, dass eine Schließung der Siegener Beratungsstelle "einem Kahlschlag in Sachen Verbraucherschutz in unserer Region" gleich käme. Würde auch die Beratungsstelle in Bergisch Gladbach aufgelöst, müssten sich die Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein künftig an die Beratungsstellen in Lüdenscheid oder Köln wenden, so die Landtagsabgeordnete. "Solche Entfernungen wären meines Erachtens nicht mehr zumutbar, so dass ein entsprechendes Beratungsangebot für die Siegerländer und Wittgensteiner damit nicht mehr wirklich existent wäre."

Abschließend forderte Schwarz-Schumann auch die heimischen CDU-Abgeordneten Volkmar Klein und Monika Brunert-Jetter auf, "sich in der CDU-Landtagsfraktion für den von der Verbraucherzentrale NRW angebotenen fairen Kompromiss stark zu machen, um den Verbraucherschutz hier vor Ort zu sichern".