Pressemitteilung:

Olpe & Umgebung
  • Wenden, 03. Juli 2006
Treffen mit Vertretern von Zeitarbeitsfirmen - AfA Wenden ist erfreut:

Mindestlöhne für Leiharbeitnehmer tarifvertraglich verankert

Stephan Niederschlag (li), MdL Reinhard Jung (Mitte) - Vertreter der AfA Wenden - und Reinhard Schönauer (re) im Gespräch um den jetzt abgeschlossenen Tarifvertrag.

Stephan Niederschlag (li), MdL Reinhard Jung (Mitte) – Vertreter der AfA Wenden -und Reinhard Schönauer (re) im Gespräch um den jetzt abgeschlossenen Tarifvertrag.
Die AfA-Wenden hatte zusammen mit den beiden heimischen Unternehmern auf diese Tarifvereinbarung gedrängt. "Es ist wichtig, Mindeststandards auch für die Beschäftigten des Zeitarbeitsgewerbes festzuschreiben. Stundenlöhne von drei bis fünf Euro sind Ausbeutung und durch nichts zu rechtfertigen", hob der AfA Vorsitzende Reinhard Jung (MdL) hervor. "Auch aus Arbeitgebersicht können wir den neuen Tarifvertrag nur begrüßen, denn wir haben ein Interesse daran, dass unsere Mitarbeiter fair bezahlt werden. Dazu gehören neben den sozialen Leistungen auch die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld", meinte Firmenvertreter Klaus Dieter Bäcker . Reinhard Schönauer fügte hinzu: "Wir hatten bisher unter einigen Mitbewerbern zu leiden, die kaum Sozialleistungen zahlten. Diese Arbeitsverhältnisse grenzten fast an Leibeigenschaft."

Die beiden Unternehmer machten weiter deutlich, "dass die jetzt tarifvertraglich festgelegten Arbeitsbedingungen für uns bereits seit Jahren selbstverständlicher Standard sind, der uns zu einem verlässlichen Partner für unsere Kunden und Beschäftigten macht". Reinhard Jung (MdL) und Jochen Sauermann appellierten an Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD), den am 1. Juli in Kraft tretenden Tarifvertrag so schnell wie möglich durch Erlass einer entsprechenden Rechtsverordnung für allgemeinverbindlich zu erklären. "Dann würde dieser Tarifvertrag auch für die nicht tarifgebundenen Zeitarbeitsunternehmen zwingend gelten, und das wäre entscheidend", so der stellvertretende AfA-Vorsitzende Stephan Niederschlag.

Wendens SPD-Chef Jochen Sauermann fügte abschließend hinzu: "Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigt sind, wo die getroffenen Vereinbarungen nicht umgesetzt werden, können sich bei der SPD Wenden melden – u. a. über die Homepage www.spd-wenden.de bzw. direkt bei Jochen Sauermann unter Telefon (0 27 62) 62 93. Diesen Menschen stehen wir mit Rat und Tat zur Seite."