Pressemitteilung:

Olpe & Umgebung
  • 06. September 2006
Altes Treppenhaus im neuen Rathaus?

Petitionsausschuss will zeitnah Entscheidung über Denkmalwert des Gebäudes Burgstraße 7 treffen

MdL Reinhard Jung (SPD) und Dr. Hans Hanke vom Westfälischen Amt für Denkmalpflege besichtigen das Treppenhaus, das Bernd Brandemann erhalten will.

Altes Treppenhaus im neuen Rathaus?
Der frühere CDU-Stadtverordnete Bernd Brandemann hatte sich an den Petitionsausschuss gewandt, weil das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Haus aus seiner Sicht zwar hohen Denkmalwert hat, aber von der Stadt nicht unter Schutz gestellt worden ist. Das heutige Verwaltungsgebäude beherbergt Bau- und Sozialamt und soll zum neuen Rathaus umgebaut werden. Morgen ist auch Abgabeschluss für vier Unternehmen, die per Vorauswahl als Teilnehmer an der Ausschreibung des 3,5-Millionen-Projektes bestimmt wurden.

Ob der Petitionsausschuss den Argumenten des Antragstellers folgt, wird „zeitnah" entschieden, wie Berichterstatter Reinhard Jung nach Erörterung der Petition mit Bernd Brandemann sowie Baudezernent Karl-Hermann Hartmann und dem Beigeordneten Jörg Schrader der WR sagte. Der SPD-Landtagsabgeordnete Jung (Olpe) vertrat den Ausschuss vor Ort und wurde von zwei Beamten des zuständigen Ministeriums sowie von Dr. Hans Hanke, für Inventarisation zuständiger Fachmann des Westfälischen Amtes für Denkmalpflege, begleitet.
Bernd Brandemann machte ihnen deutlich, dass das einst als Krankenhaus konzipierte Gebäude erhaltenswert sei. Dies betreffe vor allem das 1923 errichtete Treppenhaus, das einen besonderen Charakter hat. Brandemann: „Das Gebäude verkörpert ein Stück Wirtschafts- und Sozialgeschichte Freudenbergs. Die Architektur entspricht der zu Beginn des vorigen Jahrhunderts eingeleiteten Ära des neuen Bauens." Die Notwendigkeit zum Bau einer zentralisierten Verwaltung bestreitet Brandemann zwar nicht, da die Ämter der Stadt auf drei sanierungsbedürftige Gebäude verteilt sind. Daher hatte sich der Rat auch für einen Neubau entschieden. Für seihe Meinung ist Brandemann, dessen Anliegen von Pfarrer i.R. und Stadthistoriker Bernd Steinseifer unterstützt wird, zuletzt heftiger Kritik ausgesetzt gewesen.