Pressemitteilung:
Reinhard Jung (MdL) besuchte St. Barbara-Krankenhaus in Attendorn
Rhön-Klinikum AG investierte seit Übernahme 25 Mio. Euro

Wichtige Kooperationspartner des St. Barbara-Krankenhauses seien das Kreiskrankenhaus in Lüdenscheid und das Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus. Eine Zusammenarbeit mit den übrigen Kliniken im Kreis Olpe finde bisher leider nicht statt, bedauerte Ottmar Köck. Der Geschäftsführer stimmte Reinhard Jung (MdL) zu, dass Potenziale für eine sinnvolle Kooperation durchaus vorhanden seien. Ziel müsse es sein, durch eine gute und enge Zusammenarbeit der verschiedenen Häuser mögliche Synergien zu realisieren. „Vielleicht könnte der Kreis Olpe eine Moderatorenrolle übernehmen, um diesen notwendigen Prozess anzustoßen und zu begleiten“, appellierte Reinhard Jung (MdL) an Landrat Frank Beckehoff. Jung wies auf gute Erfahrungen im Siegerland hin, wo ein regelmäßiger Dialog der unterschiedlichen Krankenhausträger bereits seit langem üblich sei.
Reinhard Jung sprach den Geschäftsführer auf die aktuelle Personalsitution des St. Barbara-Krankenhauses an. Es verfügt heute über 440 eigene Mitarbeiter (360 volle Stellen); hinzu kommen 50 Mitarbeiter anderer Firmen in „outgesourcten“ Bereichen wie z.B. der Krankenhausküche. Im Zeitpunkt der Übernahme gab es 48 Ärzte, heute sind es insgesamt 59. „Im Pflegebereich gibt es mit 98 Prozent der Mitarbeiter fast nur noch examinierte Kräfte“, hob Geschäftsführer Ottmar Köck hervor. Es seien also qualifizierte Arbeitsplätze neu entstanden, so dass der heutige Personalumfang in etwa wieder dem im Zeitpunkt der Übernahme entspreche.
Köck sprach weiter von einer rund 80-prozentigen Auslastung seiner Klinik, die über 286 – einschließlich der Tagesklinik über 298 – Betten verfügt. Trotz des damit verbundenen hohen bürokratischen Aufwands bezeichnete der Geschäftsführer die Einführung von Fallpauschalen für die Honorierung stationärer Behandlung als „insgesamt positiv“. Er kritisierte jedoch, dass es im Zuge der Gesundheitsreform zu einer Reduzierung dieser Fallpauschalen um ein Prozent kommen soll. Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass dies einige Krankenhausträger hart treffen werde. Für wichtig halten Köck und Jung auch eine bessere Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung. „Zumindest bei schweren Erkrankungen soll die ambulante Behandlung durch Krankenhäuser künftig erleichtert werden, was ich für sehr sinnvoll halte“, meinte Reinhard Jung (MdL).
Nach einem Rundgang durch das patientenfreundlich gestaltete Krankenhaus bedankte sich der SPD-Politiker bei Ottmar Köck für das offene und interessante Gespräch und bot dem Geschäftsführer, wann immer sie benötigt wird, seine Unterstützung für die Attendorner Klinik an. Beide Seiten wollen weiterhin miteinander im Gespräch bleiben.
