Pressemitteilung:
Westfalenpost vom 22. Februar 2007
Schlummy" Jung in seinem Element - Aschermittwoch der SPD-Wenden
Von Schauspielern und Eiertänzern
Der Landtagsabgeordnete aus Schönau ging mit Ministerpräsident Rüttgers hart ins Gericht. Er sei ein Schauspieler und betreibe „eine Politik der Täuschung und Enttäuschung". „Links blinken und rechts abbiegen" sei Rüttgers Motto. Die unsozialen Studiengebühren passten ins Konzept. „Jetzt haben wir den Salat. Rüttgers kommt mir mitunter wie ein Suppenkasper vor, der allen möglichen Leuten ins Essen spuckt und auf diese Weise Brechreiz erzeugt. Sogar Lehrer, Eltern und Schüler müssen zur Kenntnis nehmen, dass schulpolitisch der Marsch zurück in die 50er und 60er Jahre eingesetzt hat", so Jung.Rüttgers sei ein „Eiertänzer" wie Stoiber. Schlimmer und kurioser als in der CSU könnte es eigentlich nur noch in der Schönauer CDU werden. Neuer Unionsführer sei dort Dr. Claudius Rosenthal. Er sei gespannt, wie sich Grün und Schwarz vertragen, spielte Jung auf Rosenthals politische Vergangenheit an: „Ich bin mal gespannt, wie die Wahlen 2009 ausgehen, falls Herr Rosenthal im Wahlkreis Schönau/Altenwenden für die CDU ins Rennen gehen will. Zu dem Gerücht, Herr Rosenthal soll von bestimmten Kreisen zum Nachfolger von Bürgermeister Brüser aufgebaut werden, sage ich hier verständlicherweise nichts." Bundestagsabgeordneter Willi Brase betonte, dass die SPD alle mitnehmen wolle: „Es geht nicht, dass die, die viel haben, wenig leisten, und die, die wenig haben, immer noch rasiert werden." Bildung dürfe kein Geld kosten, die Kindergärten müssten frei sein. „Partner Staat, statt Privat vor Staat" forderte Unterbezirks-Ausschuss-Vorsitzender Bernd Banschkus. Die Landesregierung solle die Hände wegnehmen von Stadtwerken und kommunalen Unternehmen. Der propagierte Bestandsschutz bedeute für die Stadtwerke „einen schleichenden Tod".
Nach SPD-Vorbild habe die CDU in Wenden 2004 ein Bürgerbüro eröffnet. „2007 gibt es jedoch einen Unterschied. Wir sitzen immer noch hier, und das CDU-Büro ist geschlossen", sagte Jochen Sauermann. Dabei, so der Wendener SPD-Chef, hätte die CDU den Raum doch zur Lösung interner Probleme nutzen können. Man hätte Merz fragen können! warum er seine Nebeneinkünfte nicht offen legen will. Dem Vernehmen nach hätten sich die CDU Mitglieder aus Buchen, Huppen und Schwarzbruch der Ortsunion Hillmicke angeschlossen, Bebbingen solle bei der CDU Rothemühle bleiben. „Jetzt wird das nach au¬ßen äußerst frech mit dem Zuschnitt der Kirchengemeinden begründet. Unter der Hand erzählt man jedoch, dies hätte etwas mit dem CDU-Ratsvertreter aus Bebbingen zu tun", so Sauermann zum CDU-Zwist in der Bins.
Beim Elterngeld seien Kleinverdiener und Hausfrauen die Verlierer. Viele Frauen müssten arbeiten gehen, weil der Verdienst des Mannes nicht ausreiche, so Sauermann, der harsche Kritik an den Studiengebühren übte. Kohl, Mannesmann und Hartz ließen die Vermutung aufkommen, Gerechtigkeit sei eine verhandelbare Masse: „Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen." Völlig unverständlich sei es, dass es auf europäischer Ebene nicht möglich sei, eine gemeinsame Vorgehensweise gegen Kinderschänder zu ermöglichen. Ein Rechtsabkommen zum europaweiten Eintreiben von Knöllchen sei hingegen überhaupt kein Problem, schüttelte Jochen Sauermann den Kopf.

