Pressemitteilung:

Olpe & Umgebung
  • Kreuztal, 05. März 2007
Ex-Minister Harald Schartau besuchte ThyssenKrupp Steel

Otto: „Standorte im Siegerland seit Fusion gestärkt“

Ex-Minister Harald Schartau (r.) und sein Landtagskollege MdL Reinhard Jung (l.) besuchten jetzt die Siegerländer ThyssenKrupp Steel-Standorte in Ferndorf und Eichen

Gesprächspartner waren Arbeitsdirektor Dieter Kroll (2.v.l.), Produktionsleiter Ralf Wittkowski (Mitte) und Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Otto (2.v.r.).
An beiden Standorten beschäftigt ThyssenKrupp Steel heute knapp 1.100 Mitarbeiter. „Wir im Siegerland haben von der Unternehmensfusion stark profitiert. Die Produktion findet auf einem technisch hohen Niveau statt und auch die sozialen Standards können sich durchaus sehen lassen“, zog Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Otto eine insgesamt positive Bilanz. In Eichen und Ferndorf werden pro Monat etwa 20.000 Tonnen Warm- und 30.000 Kaltband weiter verarbeitet. „Unsere Spezialität ist die Oberflächenveredelung“, erläuterte Ralf Wittkowski und fügte hinzu: „Herzstück der Produktion hier im Siegerland sind zwei Band- und zwei Feuerbeschichtungsanlagen. Außerdem werden die fertig beschichteten Stähle in entsprechenden Anlagen für den Kunden zugeschnitten. Wichtigste Abnehmer unserer innovativen Produkte sind die Hersteller von Bauelementen, z. B. von Garagentoren, die Hausgeräteindustrie und Automobilzulieferer.“

Auf Nachfrage von Ex-Minister Harald Schartau ging Arbeitsdirektor Dieter Kroll auch auf die aktuelle Ausbildungssituation an den beiden Siegerländer Standorten seines Unternehmens ein: In Eichen und Ferndorf bildet ThyssenKrupp Steel zurzeit 75 junge Menschen aus, da-von über 90 Prozent in technisch-gewerblichen Berufen. Im Rahmen eines Ausbildungsverbundes kommen noch 30 Auszubildende anderer benachbarter Unternehmen hinzu, die einen Teil ihrer Ausbildung bei ThyssenKrupp absolvieren. „Die Auszubildenden sind bei uns voll in den normalen Produktionsprozess und damit auch in den Wechselschichtdienst integriert“, erläuterten Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Otto und Arbeitsdirektor Dieter Kroll. Dazu Harald Schartau (SPD-MdL), der auch dem Aufsichtsrat von ThyssenKrupp Steel angehört: „Ich denke, dass dies der richtige Weg ist. Je stärker Auszubildende in den eigentlichen Produktionsprozess integriert sind, desto günstiger wirkt sich das auf ihre Motivation und damit auch auf die Qualität ihrer Ausbildung aus.“

Wolfgang Otto ging ergänzend auf die Arbeitsabläufe in den beiden Werken ein: „Der Betriebsrat teilt die Ansicht der Geschäftsleitung, dass sich die hier seit einiger Zeit eingeführte Team-Organisation voll bewährt hat und auch wirtschaftlich auszahlt.“ Die erfolgreiche Einführung dieses Modells im Siegerland habe übrigens Pilotfunktion für den gesamten Konzern gehabt, betonte Otto. - Weiteres Thema war die Sicherung des Nachwuchses an Ingenieuren für die beiden Siegerländer Standorte. „Es ist nach wie vor nicht einfach, qualifizierte Mitarbeiter für einen Umzug ins Siegerland zu gewinnen. Die Absolventen der Universität Siegen sind daher auch für uns ein zunehmend wichtiges Fach- und Führungskräftereser-voir“, unterstrich der technische Leiter Ralf Wittkowski, der selbst schon vor längerer Zeit den Sprung von der Ruhr an die Sieg bzw. Ferndorf gewagt hat. „Wir benötigen qualifizierte In-genieure nicht nur für Führungsaufgaben in der Produktion, sondern auch für unsere um-fangreichen Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung“, fügte Arbeitsdirektor Dieter Kroll hinzu.

Bei einem Rundgang durch die Werkshallen in Ferndorf und Eichen konnten sich Reinhard Jung (MdL), der bis zu seiner Wahl in den Landtag bei ThyssenKrupp in Eichen gearbeitet hatte, und Ex-Minister Harald Schartau (MdL) von den modernen Produktionsverfahren überzeugen. Wittkowski wies darauf hin, dass derzeit in die weitere Modernisierung einiger Anlagen investiert werde. Umfangreiche Baustellen auf den Werksgeländen sind die Folge. In diesem Zusammenhang wiesen Wittkowski und Otto abschließend auf eine „optimale Entwicklung der Arbeitssicherheit“ in beiden Werken hin: „Die Zahl der Arbeitsunfälle war noch nie so gering wie heute.“