Pressemitteilung:

Olpe & Umgebung
  • Wenden/Kreuztal, 14. Juni 2007
Gewerbegebiet Girkhäuser-Ostheldener Höhe - Reinhard Jung (MdL):

„Ja - aber es muss ökonomisch und ökologisch vertretbar sein“

Erfolg versprechende Alternativen, den künftigen Bedarf der Gemeinde Wenden an Gewerbeflächen zu decken, sieht der SPD-Politiker derzeit nicht. „Die Initiative für ein gemeinsames Gewerbegebiet mit der Stadt Kreuztal im unmittelbaren Einzugsbereich der Hüttentalstraße (B 54) und der A 4 scheint mir daher durchaus sinnvoll und zielführend zu sein.“

Reinhard Jung (MdL) fügte jedoch einschränkend hinzu: „Natürlich kann es nicht darum gehen, dieses Projekt um jeden Preis zu realisieren. Voraussetzung ist vielmehr, dass es sich im Zuge der weiteren Planungen als ökonomisch und auch ökologisch vertretbar erweist.“ In ökologischer Hinsicht sei sicherlich von Bedeutung, dass keine Industrie-, sondern eine Gewerbefläche vorgesehen sei. Dennoch gelte auch für sie, dass sie sich in das Landschaftsbild einfügen müsse. Insbesondere die Weidekämpe dürften nicht beeinträchtigt werden, betonte der SPD-Landtagsabgeordnete.

„Im übrigen steht und fällt dieses neue Gewerbegebiet natürlich damit, dass es verkehrs-technisch optimal angebunden wird. Dieses wiederum setzt voraus, dass auch der Bund und das Land die dafür erforderlichen finanziellen Mittel bereit stellen“, unterstrich Reinhard Jung (MdL). Notwendig sei die Verlegung eines Teils der heutigen L 714 (Wenden-Kreuztal), die von der Girkhäuser Höhe (Trasse alter Waldweg) bis oberhalb von Bockenbach geführt werden müsse, außerdem sei ein direkter Anschluss des Gewerbegebietes an die Hüttentalstraße (B 54) unverzichtbar. „Gerade dieser HTS-Anschluss ist es ja, der ein solches Gewerbegebiet für interessierte Unternehmen besonders attraktiv machen würde“, meinte Jung und fügte hinzu: „Ohne die Schaffung dieser wichtigen Voraussetzungen wären die von einem Gewerbegebiet ausgehenden Verkehrsströme den umliegenden Ortschaften gar nicht zumutbar.“

Eine weitere Frage, die sich stelle, sei, in welchem Umfange die vorhandenen Kapazitäten in den Bereichen Kanalisation und Klärwerke erweitert werden müssen, und welche Kosten das letztlich verursache. „Wichtig ist, dass sich der finanzielle Aufwand für die Erschließung insgesamt in einem vernünftigen Rahmen bewegt, so dass die Grundstücke ansiedlungsbereiten Unternehmen zu konkurrenzfähigen Preisen angeboten werden können“, stellte Rein-hard Jung (SPD-MdL) klar.

Der selbst in Schönau beheimatete SPD-Landtagsabgeordnete appellierte an beide beteiligte Kommunen, „nach der jetzt erfolgten Beschlussfassung des Regionalrates schnellst möglich konkrete Pläne und Kostenberechnungen zu erstellen“. Besonders wichtig sei, dass die betroffene Bevölkerung auf beiden Seiten der Kreis- bzw. Gemeindegrenze im weiteren offiziellen Verfahren angemessen beteiligt werde. Jung forderte die Bürgermeister Biermann (Kreuztal) und Brüser (Wenden) auf, dem Informationsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger unverzüglich Rechnung zu tragen und sie zu entsprechenden Veranstaltungen – auf parteipolitisch neutralem Parkett – einzuladen.

Kritik übte Reinhard Jung (MdL) an den „parteipolitisch gefärbten sogenannten Informationsveranstaltungen der Schönauer CDU, die verfrüht und einseitig ausgerichtet waren. Hier wurde nicht objektiv informiert, sondern es wurden Ängste geschürt, die sich in Zukunft womöglich als gar nicht begründet erweisen. Erstaunt hat mich übrigens, dass bei der - öffentlichen - Sitzung des Regionalrats kein Vertreter der Schönauer CDU zu sehen war. Ihr Engagement in Sachen Gewerbegebiet scheint also nicht besonders ernsthaft zu sein“, meinte der SPD-Politiker abschließend.