Pressemitteilung:

Olpe & Umgebung
  • Wenden / Düsseldorf, 21. Juni 2007
Reinhard Jung:

Niedriglöhne verursachen den Kommunen hohe Kosten

Trotz Vollzeitarbeit benötigen immer mehr Menschen Sozialhilfeleistungen wie Mietbeihilfen und Heizkostenzuschüsse, weil ihre Löhne zum Lebensunterhalt nicht ausreichen. Für Arbeitnehmer in so genannten „prekären Beschäftigungsverhältnissen“ müssen die Kommunen aufkommen.

„Es gibt zu viele Menschen, die voll erwerbstätig sind und kein auskömmliches Einkommen haben. Sie erhalten kommunale Leistungen. Diese Mittel wären nicht notwendig, wenn die Betroffenen ausreichend verdienen würden“, erklärte Reinhard Jung, AfA-Vorsitzender der SPD Wenden und plädierte deshalb für einen Mindestlohn. „Landesweit belaufen sich diese Kosten auf ca. 720 Mio. Euro! Leistungen für Menschen, die vollbeschäftigt sind, jedoch zu gering verdienen.“

„Durch diese Subventionen machen wir Niedriglöhne hoffähig. Allein schon aus diesem Grund plädiere ich für einen Mindestlohn, so Stephan Niederschlag, AfA Mitglied der SPD Wenden.

„Was die Arbeitgeber mit Niedriglöhnen an diesen Menschen sparen, muss dann vom Steuerzahler über die Kommune ausgeglichen werden. Das halte ich für nicht hinnehmbar“, so Jochen Sauermann, Vorsitzender der SPD Wenden abschließend.