Pressemitteilung:
SPD-Landtagsabgeordnete besuchten CJD in Olpe
„Wichtiger Chancengeber für benachteiligte Jugendliche“

Ein weiterer Schwerpunkt des CJD Olpe sind Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, die z.B. auch am Standort Siegen angeboten werden. Darüber hinaus unterhält das CJD in Birkelbach (Wittgenstein) diverse Wohngruppen, wo Jugendliche nach dem Kinder-Jugendhilfegesetz (KJHG) gefördert werden. Weiter wies Dieter Sander auf ein vom Land finanziertes „Schulmüden-Projekt“ hin, an dem sich 11 Hauptschulen im Kreis Olpe beteiligen. „Obwohl diese Maßnahme chronisch unterfinanziert ist, haben wir sie bisher mit Erfolg weiter geführt. 70 bis 80 Prozent der Teilnehmer erreichen so doch den Hauptschulabschluss, und etwa 60 Prozent gehen anschließend in ein reguläres Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis“, zog Sander eine positive Bilanz.
Insgesamt betreuen die 252 Mitarbeiter des CJD Olpe an den verschiedenen Standorten rund 1.000 junge Menschen. Auf Nachfrage Helga Schwarz-Schumanns bezifferte Sander den Migrantenanteil mit ca. 20 Prozent. „Er ist also nicht signifikant hoch“, betonte der Leiter. Eine wichtige Zusatzeinrichtung des CJD sei das Kompetenzzentrum für Legasthenie und Dyskalkulie. „Die Bekämpfung derartiger Schwächen ist für die davon betroffenen Jugendlichen sehr wichtig. Lehrerinnen und Lehrer und andere pädagogisch und/oder psychologisch vorgebildete Fachkräfte können in unserem Kompetenzzentrum eine Zusatzqualifikation als „Lerntrainerin / -trainer für Legasthenie und Dyskalkulie“ erwerben. Wir sind ein auf diesem Gebiet anerkannter Weiterbildungsträger“, hob Dieter Sander hervor.
Helga Schwarz-Schumann und Reinhard Jung waren erstaunt, dass vom CJD Olpe auch neue Berufsbilder entwickelt werden. Hier wurde allgemein bedauert, dass die Zertifizierung dieser neuen Berufsbilder oft sehr langwierig ist.
Unverständnis äußerten beide SPD-Politiker, als das Gespräch auf die Ausschreibepraxis der Arbeitsagentur kam. Das CJD Olpe muss sich mit seinen Angeboten zur Berufsausbildung und -vorbereitung regelmäßig an Ausschreibungen beteiligen. „Unsere Abhängigkeit von diesen Verfahren hat zur Folge, dass eine langfristige Planung sehr schwierig ist“, bedauerte Sander. Dies erschwere insbesondere auch kostspielige Investitionen etwa im Bereich der Metalltechnik. Jung und Schwarz-Schumann kritisierten, dass Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation überhaupt ausgeschrieben werden.
