Pressemitteilung:
Reinhard Jung (SPD-MdL) warnte Schönauer und Wendener CDU:
„Rosenthal nicht ‚vom Saulus zum Paulus’ machen“
Zu seiner Beurlaubung erklärte jetzt der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Jung:„Die Entscheidung Rüttgers, sich - zumindest vorerst - von Rosenthal zu trennen, war wohl überfällig und ist aus meiner Sicht verständlich. Sollte der Ministerpräsident allerdings von den Aktivitäten des „Reinhard T. Kneitling“ gewusst haben, wäre Rosenthal lediglich ein ‚Bauernopfer’, das irgendwo Mitleid verdient. Es ist aber leider anzunehmen, dass die Rolle des CDU-Ministerpräsidenten in dieser Schmierenkomödie letztlich nicht geklärt werden kann.“
Unabhängig davon, ob Dr. Claudius Rosenthal ‚auf eigene Faust’ oder im Auftrage seines Dienstherrn gehandelt hat, steht für Reinhard Jung fest: „Die fortgesetzte und weit zurück reichende Veröffentlichung von Leserbriefen und Artikeln unter einem Pseudonym stellt sicherlich kein Ruhmesblatt für den jungen CDU-Mann aus Schönau dar. Sie zeugt vielmehr von mangelnder Geradlinigkeit. Diese Charaktereigenschaft scheint mir für Dr. Claudius Rosenthal, der einst aus karrieretaktischen Gründen von den Olper Grünen zur CDU konvertierte, in besonderem Maße signifikant zu sein.“
Allerdings werfe das Verhalten Rosenthals auch ein bezeichnendes Licht auf das Innenleben der vermeintlich so christlichen CDU, meinte der SPD-Landtagsabgeordnete und fügte hinzu: „Sollte es wirklich so sein, dass man abweichende Meinungen in dieser Partei nur anonym oder unter einem Pseudonym äußern kann, wäre das natürlich schlimm. Gerade für die ‚Unionschristen’ sollte doch ein fairer, offener und toleranter Umgang miteinander selbstverständlich sein.“
Reinhard Jung (MdL) erinnerte daran, dass es seinerzeit besagter Dr. Claudius Rosenthal war, der unverschämte Schriften und Leserbriefe gegen seinen Parteifreund, den Wendener Bürgermeister Peter Brüser, verfasst hat, um diesen zu demontieren. „Damals befand sich Rosenthal noch im Wendener Trainingslager, inzwischen intrigiert er direkt unter der Zirkuskuppel der deutschen Politik“, kommentierte Jung. Die Schönauer und Wendener CDU müsse sich ernsthaft die Frage stellen, „ob sie mit diesem Mann weiter zusammenarbeiten kann.
Jüngste Äußerungen aus der Ortsunion deuten den Versuch einer Rehabilitierung an. Scheinbar soll Rosenthal hier ‚vom Saulus zum Paulus’ gemacht werden. Die heimische CDU sollte sich stattdessen an Rüttgers orientieren und sich endlich von Dr. Rosenthal distanzieren“, forderte der SPD-Landtagsabgeordnete.
Die CDU müsse unbedingt verhindern, dass „ein Mann wie Rosenthal“ weitere Verantwortung in der Gemeinde Wenden übernimmt. Vor einigen Monaten, so Jung, habe es „eine zielführende Absprache“ zwischen Teilen der CDU und der SPD gegeben, um zu verhindern, dass Dr. Claudius Rosenthal Sachkundiger Bürger im Wendener Sportausschuss wird. Allerdings zog Rosenthal seine Kandidatur vorzeitig zurück. Reinhard Jung (MdL): „Damit hat er Schaden von sich selber abgehalten. Es wäre erstmalig in der Geschichte unserer Gemeinde ein Vorschlag einer Partei zur Besetzung der Position eines Sachkundigen Bürgers nicht durchgekommen.“