Pressemitteilung:

Olpe & Umgebung
  • Netphen-Dreis-Tiefenbach, 09. November 2007
Bombardier-Standortleiter Thomas Mayer:

„Stiller Weltmarktführer aus dem Siegerland“

Die SPD-Landtagsabgeordneten Helga Schwarz-Schumann (3.v.l.) und Reinhard Jung (4.v.l.) sowie die SPD-Politiker Hans-Dieter Moritz (3.v.r.) und Roland Abel (2.v.r.) besuchten jetzt die Firma Bombardier Transportation in Dreis-Tiefenbach.

Gesprächspartner waren Standortleiter Thomas Mayer (r.), der Betriebsratsvorsitzende Salvatore Quartaro (4.v.r.), dessen Stellvertreter Ulrich Krombach (2.v.l.) und weitere Mitglieder des Betriebsrats.
"Unsere Drehgestelle sind qualitativ wie auch technologisch führend, innovativ und weltweit gefragt. Mit unserem Kernprodukt sind wir auf diesem Gebiet der stille Weltmarktführer aus dem Siegerland", meinte Standortleiter Thomas Mayer jetzt in einem Gespräch mit den heimischen SPD-Politikern Helga Schwarz-Schumann (MdL), Reinhard Jung (MdL), Roland Abel und Hans-Dieter Moritz. Weitere Gesprächspartner der Sozialdemokraten waren der Betriebsratsvorsitzende Salvatore Quartaro, sein Stellvertreter Ulrich Krombach sowie ihre Kollegen Bruno Arns und Rainer Julius.

Das seit 2001 zum kanadischen Bombardier-Konzern gehörende Werk ist heute Europäisches Kompetenzzentrum für Drehgestelle. Mit fast 80 Ingenieuren ist Dreis-Tiefenbach "der mit Abstand größte Engineering-Standort innerhalb des Geschäftsbereichs Drehgestelle", betonte Thomas Mayer. Dazu erklärte der Betriebsratsvorsitzende Salvatore Quartaro: "Die Konzentration von Produktentwicklung und Produktion an einem Standort hat sich auch aus Sicht des Betriebsrates voll bewährt." Quartaro wies auf umfangreiche Investitionen hin, die in den letzten Jahren getätigt wurden und durch die der Standort weiter gesichert worden sei. Die gute Auftragslage habe - so der Betriebsratsvorsitzende - zur Folge, dass es heute teilweise an qualifizierten Mitarbeitern fehle.

Auf Nachfrage der SPD-Politiker ging der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Ulrich Krombach auf das Thema Ausbildung ein: "Wir haben zurzeit rund 30 Auszubildende - überwiegend in gewerblich-technischen Berufen - unter Vertrag. Hinzu kommen 'duale Studenten' und Trainees. Die Aus- und Weiterbildung hat bei Bombardier einen hohen Stellenwert, und unsere Auszubildenden haben bei entsprechenden Leistungen sehr gute Chancen, unbefris-tet übernommen zu werden.“

Helga Schwarz-Schumann (MdL) sprach das Thema Zeitarbeit an. Rund 5 bis 6 Prozent der Beschäftigen im Werk Dreis-Tiefenbach sind Zeitarbeitnehmer. "Nicht selten funktioniert aber der sogenannte 'Klebeeffekt' und diese Leute werden irgendwann von Bombardier über-nommen. Bei Neueinstellungen sind wir jedenfalls stets darum bemüht, auf den Pool der Leiharbeiter zurückzugreifen", hoben Standortleiter Thomas Mayer und Betriebsratsvorsitzender Salvatore Quartaro gemeinsam hervor. Reinhard Jung, im Landtag Mitglied des Verkehrsausschusses und stellvertretender Vorsitzender der Parlamentarischen Gruppe Bahn, erkundigte sich nach dem Krankenstand der Mitarbeiter, der mit nur rund drei Prozent ausgesprochen niedrig ist. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der Betriebsunfälle in den vergangenen Jahren durch Aufklärung und konsequenten Arbeitsschutz deutlich gesenkt werden konnte, wie die SPD-Politiker erfuhren. Das Werk in Dreis-Tiefenbach ist nun schon seit über 880 Tagen ohne Arbeitsunfall.

Roland Abel, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion SI und Mitglied des Regionalrats im Regierungsbezirk Arnsberg, war erfreut, von der Werksleitung und dem Betriebsrat zu erfahren, dass Bombardier "gut und eng" mit der Siegener Kreisbahn zusammen arbeitet. So werden viele der Erzeugnisse des Dreis-Tiefenbacher Werkes über die Schiene abtransportiert. "Teilweise erfolgen die Transporte aber auch per Lkw, das richtet sich ganz nach dem jeweiligen Kundenwunsch", so die Vertreter des Unternehmens abschließend.