Pressemitteilung:

Olpe & Umgebung
  • Olpe, 23. Januar 2008
Reinhard Jung (MdL) besuchte Ketteler-Cardijn-Werk – Georg Keppeler:

"Wir sind Antwort auf eine gesellschaftliche Realität"

Der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Jung (2.v.r.) besuchte jetzt in Olpe die gemeinsame Einrichtung des Ketteler-Cardijn- und des Kolping-Bildungswerks.

Seine Gesprächspartner waren u.a. der Vorsitzende des Ketteler-Cardijn-Werks, Georg Keppeler (rechts stehend), Bereichsleiterin Katrin Grötschel (l.) und ihr Vertreter Dieter Kalefeld (2.v.l.).
Georg Keppeler ging weiter auf die Personalsituation ein: "Es gibt hier im Haus insgesamt zehn reguläre Stellen für die Verwaltung sowie die Betreuung und Begleitung der Maßnahmen. Ein weiterer Teil der Arbeit wird nach wie vor durch ehrenamtliche Kräfte geleistet, auf die wir nicht verzichten können." Die angebotenen Maßnahmen werden zum Teil durch die Rentenversicherungsträger und die Agentur für Arbeit finanziert, oder es handelt sich um eine Kofinanzierung durch Land, EU und die ARGE Olpe. Bereichsleiterin Katrin Grötschel: "Wir können hier bis zu 80 Menschen in derartigen Maßnahmen fachlich begleiten. Aktuell sind es zwischen 50 und 60 Personen."

Ziel der Arbeit mit den betroffenen Menschen ist deren Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Das hoben Katrin Grötschel und ihr Vertreter Dieter Kalefeld hervor. "Wir versuchen daher, unsere Integrationsmaßnahmen so praxis- und betriebsnah wie eben möglich zu gestalten. So wird in unseren Werkstätten nicht nur an zum Teil modernen Maschinen geübt, sondern es wird auch in realen Produktionsprozessen geschult. Deshalb ist das Ketteler-Cardijn-Werk darauf angewiesen, dass uns heimische Industriebetriebe regelmäßig Prak-tikaplätze zur Verfügung stellen und geeignete Produktionsaufträge erteilen", unterstrich der insbesondere für den Industrie-Service und die Produktionsschulung zuständige Dieter Kale-feld. Dazu erklärte der Landtagsabgeordnete Reinhard Jung: "Ich appelliere an regionale Unternehmen, weiterhin mit dem Ketteler-Cardijn-Werk zu kooperieren und diese Zusammenarbeit möglichst zu vertiefen. Das Bewusstsein der Menschen, einer tatsächlich wertschöpfenden Tätigkeit nachzugehen, ist für die Wiederherstellung ihres Selbstwertgefühls von großer Bedeutung."

Auf Nachfrage von Reinhard Jung (SPD-MdL) stellte Katrin Grötschel klar: "Natürlich fühlen wir uns auch nach Beendigung einer Maßnahme für unsere Teilnehmer weiterhin verantwortlich. Gelingt die Vermittlung auf einen regulären Arbeitsplatz nicht oder nicht sofort, bemühen wir uns insbesondere auch um anschließende Betriebspraktika. In begründeten Einzelfällen kommt auch eine Anschlussbeschäftigung zur Weiterqualifizierung hier bei uns im Hause in Betracht. Aber die Kapazitäten dafür sind natürlich begrenzt."

Abschließend erfuhr der SPD-Landtagsabgeordnete, dass etwa 30 Prozent der Teilnehmer an den Maßnahmen aus Familien mit Migrationshintergrund stammen, und dass Männer und Frauen gleich stark vertreten sind. Reinhard Jung (SPD-MdL) bedankte sich für den interessanten Besuch und bot seinen Gesprächspartnern an, die Einrichtung künftig im Rahmen seiner Möglichkeiten verstärkt zu unterstützen.