Pressespiegel:

Olpe & Umgebung
  • Kreis Olpe., 01. Oktober 2008
Siegener Zeitung vom 1. Oktober 2008

Modernisierungsoffensive in Augenschein genommen

Bahn-Konzernbevollmächtigter folgte Einladung von Reinhard Jung (MdL)
Jung betonte, das Treffen in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender der Parlamentarischen Gruppe Bahn angestrengt zu haben. Bei einer Fahrt über die Ruhr-Sieg-Strecke habe er mit Wasel und Latsch vor Ort über die Investitionen in die Strecke und noch zu bewältigende Probleme gesprochen.

Latsch berichtete, entlang der Strecke gebe es unter anderem die Bahnhöfe Kreuztal und Altenhundem als besonders gelungene Beispiele für Kooperationen zwischen Kommune und bahn. In Finnentrop laufe derzeit eine Großbaustelle zur Erneuerung des Bahnhofs und demnächst zur Beseitigung des Bahnübergangs: "Das ist schon ein Riesenkomplex." Allein der Straßenbau investiere 16 Millionen Euro, die Gelder der Bahn noch nicht eingerechnet. "Das alles wird im laufenden Berieb passieren", betonte Latsch.

In Grevenbrück investiere die Bahn 2,2 Millionen Euro i die Erneuerung der Verkehrsstation, zurzeit werden die Bahnsteige angehoben, um ein stufenloses Betreten der Bahn zu ermöglichen. Während derzeit noch Maßnahmen der Modernisierungsoffensive I liefen, stehe die zweite Stufe bereits vor der Tür. 109 Bahnhöfe gehörten dazu, unter anderem Finnentrop. Dorothee Wasel berichtete, für gehbehinderte Menschen sei für Grevenbrück eine pragmatische Lösung gefunden worden: Die Stadt finanziere einen Treppenluft, der von Mitarbeitern einer nahen Behinderteneinrichtung bedient werde. Per Anruf könnten diese informiert werden, wenn ein gehbehinderter Mensch den Lift nutzen müsse. Jung betonte, er sei froh, dass die zuvor angedachte Lösung, auf einen solchen Lift zu verzichten und Betroffene per Taxi von und nach Altenhundem zum dortigen behindertengerechten Bahnhof zu bringen, sich auf diese Weise erledigt habe.

In Littfeld stehe nach zwei Jahren eine kleine, aber effektive Maßnahme vor ihrem Abschluss: In wenigen Tagen sollen die Streckensicherungsposten, die bei der Firma Eisenbau Krämer die Bahnstrecke mit Flatterband sichern müssen, abgezogen werden, weil neue Technik und eine umgelegte Zufahrt diese Maßnahme obsolet mache.

Zu Problemen wird es laut Latsch und Wasel in Welschen-Ennest kommen. Dort verlangt die Kommune von der Bahn, die Bahnunterführung zu erhalten. Weil die Bahn sich weigert, hat die Gemeinde ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht angestrengt. Dadurch, so Dorothee Wasel, könne es dazu kommen, dass die Frist für die Modernisierungsoffensive nicht eingehalten werden könne.

Zusammenfassend erklärte Jung, ein solcher Ortstermin diese dazu, viele Dinge ohne Umwege zu erläutern und Probleme auf kurzem Wege auszuräumen. "Die Bahn" werde häufig mit Negativ-Schlagzeilen in Verbindung gebracht - der Besuch von Latsch und Wasel solle zeigen, dass "Die Bahn" auch Millionen von Euro investiere und sich um die Infrastruktur in der Region kümmere.