Pressemitteilung:
Landespolitiker besuchten Schulen im Kreis Olpe:
Harmonisch waren die Besuche von Edgar Moron an der Konrad-Adenauer-Schule in Wenden und am Gymnasium Maria Königin in Altenhundem
Schon wenige Sekunden nach der Ankunft begrüßt uns auf dem Schulhof der Direktor, Joachim Winkelmann, und wir freuen uns schon auf eine Tasse heißen Kaffe. Beim Gespräch, bei dem auch Ulla Barth, die Schulrätin, Peter Brüser, der Bürgermeister von Wenden, der Landtagsabgeordnete Reinhard Jung sowie Peter Hintz, der Elternvertreter, erfahren wir, dass die Hauptschule, die als Schulform in der Bundesrepublik umstritten ist und problematisch erscheint, in Wenden vorzüglich funktioniert. Das betreffe sowohl das Verhalten der Schüler den Lehrern gegenüber wie auch die Chancen der Absolventen der Konrad-Adenauer-Schule auf einen Ausbildungsplatz im Wendener Raum, so der Schuldirektor.Nach dieser kurzen Einführung gehen wir in den Bibliotheksaal. Auf dem Weg dahin begrüßen uns einige Schüler sehr freundlich und gucken gespannt auf ihren Gast aus Düsseldorf. Im hell beleuchteten Saal wird Vizepräsident Moron schon erwartet und hält eine kurze Rede, in der er die Schüler ermuntert, sich politisch zu engagie-ren. Anschließend kommen die ersten Fragen. Wie viel verdienen Sie? Was haben Sie studiert? Wollten Sie schon immer Politiker werden? Macht der Beruf Spaß? Inhaltlich gesehen eher Standardfragen.
Nach einigen Minuten geht das Programm weiter. Ein Rundgang durch die Schule, wo wir die Gelegenheit bekommen, unseren schon sehr guten Eindruck von der Schule noch zu verbessern. Zwei Schülerinnen stellen uns zunächst einmal die beeindruckende Sammlung von Praktikumsberichten vor (aus der Jahrgangsstufe 9, 13.10. - 31.10.2008). Alles ist drin: von einem Ausbildungsplatz bei einem Friseur bis zum Gartenbau. Edgar Moron ist angetan. Wir auch. Dann geht es weiter mit der Vorstellung der Förderwerkstatt, in der es um individuelle Förderung in den Bereichen Lesen, Schreiben, Rechtschreiben und Rechnen geht. Die Lehrerin erklärt uns, dass häufig Familienprobleme, ein Migrationshintergrund, Fehlsichtigkeiten, oder Hörschäden Gründe für den Förderbedarf sind.
In der Wendener Realschule versucht man außerdem, mit Hilfe von Schlichtungsgesprächen Konflikte zu lösen. Die Regeln, die dabei zu beachten sind, lauten: "Nicht beschimpfen! Ausreden lassen! Einander zuhören! Die Wahrheit sagen!". Die Schüler erzählen eloquent vom Nutzen dieser Vorgehensweise und sind felsenfest davon überzeugt, dass dies ihnen praktische Kenntnisse bringt, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind. Ein ganz wichtiges Projekt in der besuchten Schule ist die Präventionsarbeit gegen Alkohol- und Nikotinsucht.
Um 12 Uhr eilen wir schon durch die idyllische Landschaft zum nächsten Termin nach Lennestadt-Altenhundem und genießen auf dem Weg dahin die "schönste Strecke des Sauerlandes", wie man uns in Wenden versichert hat.
Das Gymnasium Maria Königin in Lennestadt war das zweite Ziel des Vizepräsidenten Edgar Moron während seiner Rundreise durch das Sauerland am 1.12.2008 im Rahmen des Programms „Das Präsidium besucht die Schule“. Anschließend besuchte er noch die Mitarbeiter eines interessanten Projektes in Engelskirchen.
Nach einer kurzen Einführung des Vizepräsidenten, in der er Prinzipien der Demokratie und deren vorbildliche Umsetzung in der Bundesrepublik schilderte, konnten die Schüler der 10. und der 11. Klasse des Gymnasiums Maria Königin mit ihm ins Gespräch kommen. Die Fragen betrafen grundsätzlich die Schulpolitik. PISA-Studie, Abitur nach 12 Jahren, fehlende Zeit für Hobbys waren die ersten Punkte, die kurz angesprochen wurden. Eine ausführlichere Debatte kreiste um die umstrittenen Studiengebühren. Die Frage der Schüler lautete einfach „Warum?“. Der Vizepräsident betonte, dass die Einführung von Studiengebühren aus seiner Sicht gerechtfertigt sei bei Menschen, die das sogenannte Seniorenstudium aufnehmen, sowie bei denjeni-gen, die die Regel-Studienzeit überziehen.
Auch die globalen Themen kamen nicht zu kurz. Die Schüler konnten nicht nachvollziehen, warum der Staat im Rahmen des Krisenpakets so viel Geld ausgebe. „Ich glaube, was man in Berlin gemacht hat, ist richtig“, war die Antwort des Vizepräsidenten, der die Mechanismen der Wirtschaftskrise und vor allem deren Auswirkungen den Schülern ausführlich erklärte.
Die etwas unerwartete Frage nach der Veränderung der Milchquote hat dagegen das Thema der Zusammenarbeit zwischen NRW und der Europäischen Union ausgelöst. In diesem Kontext kritisierte Edgar Moron den seiner Meinung nach viel zu geringen Einfluss des Ausschusses der Regionen und sprach sich dafür aus, das Land NRW müsse möglichst frühzeitig Informationen darüber bekommen, was in der Europäischen Union beschlossen werden solle.
Der Direktor des Gymnasiums, Berthold Schleime, gab Edgar Moron die Bitte mit auf den Weg, weniger über Schulstrukturen zu streiten als vielmehr benachteiligte Schüler mehr zu fördern. Der Vizepräsident beendete das Treffen mit einer Einladung in den Düsseldorfer Landtag.



