Pressespiegel:

Olpe & Umgebung
  • Wenden / Düsseldorf, 19. Mai 2009
Teilnahme erfüllte mit Stolz - Siegener Zeitung vom 19. Mai 2009

„Sangeslust“ und „Nova Cantica“ traten im Landtag auf

„Als Botschafter der hiesigen Region“ waren gleich zwei Chöre aus der Gemeinde Wenden im Landtag vertreten.
Die Freunde der 'Sangeslust' aus Hünsborn

Die Freunde der 'Sangeslust' aus Hünsborn
Das Präsidium des Chorverbandes unter Vorsitz von Hermann Otto und Landeschorleiter Prof. Michael Schmoll hatten zur Gestaltung eines besonderen musikalischen Rahmenprogramms unter anderem den Frauenchor „Nova Cantica“ aus Möllmicke und den Männerchor „Sangeslust“ aus Hünsborn eingeladen.
„Die Teilnahme hat uns mit Stolz erfüllt“, so Martina Stracke, Vorsitzende des Möllmicker Frauenchors. Gemeinsam mit ihren Vorstandskolleginnen Jutta Arens, stellv. Vorsitzende, und Schriftführerin Carmen Niederschlag sowie mit Liborius Quast, Vorsitzender des Hünsborner Männerchors, und dem „Sangeslust“-Geschäftsführer Reinhard Schönauer hatte sie am Montagabend in die Dorfgemeinschaftshalle in Möllmicke geladen, um nach Teilnahme am parlamentarischen Abend Bilanz zu ziehen.
Für den anspruchsvollen Abend im Düsseldorfer Landtag erhielten auch 450 Parlamentarier Einladungen. „Eine Herzensangelegenheit war es für den heimischen Landtagsabgeordneten Reinhard Jung (SPD), uns willkommen zu heißen und durch den Landtag zu führen“, erzählte Liborius Quast. Auch Wendens Bürgermeister Peter Brüser wohnte den Auftritten der Chöre aus „seiner“ Gemeinde selbstverständlich bei, als diese im Landtag ihre Stimme stellvertretend für alle Chöre Nordrhein-Westfalens erhoben.
In Kontakt treten konnten die Sängerinnen und Sänger auch mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Fritz Behrens (SPD). Als Vorsitzender des Kulturausschusses war er kompetenter Ansprechpartner für die Anliegen der musizierenden Gemeinschaften.
Begrüßt in der Bürgerhalle wurden die Gäste sowie die Sängerinnen und Sänger der insgesamt sechs Chöre, darunter auch „Vokal Art“ aus Menden, „TonArt“ aus Siegen, der Düsseldorfer Mädchenchor „1961“ sowie die Mitglieder des Singförderprojekts „Toni“ von Prof. Michael Schmoll, von Landtagspräsidentin Regina van Dinther. Aus ihrer Ansprache war zu entnehmen, dass ihr die Veranstaltung sehr am Herzen lag: „Ich singe selber gern, natürlich in einem Chor.“ Musik schenke Freude: „Dem, der sie macht, und dem, der sie hört.“
Wie die Wendener Vereinsmitglieder berichteten, war genau diese Freude im Landtag spürbar. Es sei ein sehr harmonisches Miteinander gewesen, ohne Konkurrenzdenken. Jeder habe jedem mit Begeisterung zugehört.
Auf spezielle Bühnen für die einzelnen Auftritte der Chöre wurde verzichtet. „So kam erst gar keine Distanz zum Publikum auf“, sagte Martina Stracke. „Es wurde zum Beispiel auf der Empore oder mitten im Geschehen gesungen.“ Der Frauenchor „Nova Cantica“ brachte unter anderem „O clap your hands“ von Jules Knowles und der „Der Wassermann“ von Robert Schumann, der Männerchor „Sangeslust“ „The longest time“ von Roger Emerson und „Mondnacht“ von August Pannen zur Aufführung.
Besondere Beachtung habe der Auftritt des Singförderprojekts „Toni“ gefunden, so Martina Stracke. Das Projekt ist eine qualifizierende Bildungsmaßnahme des Chorverbandes NRW zur vokalpädagogischen Förderung von Kindern verschiedener Altersstufen.
Denn mit dem parlamentarischen Abend sollte auch ein Zeichen für die Förderung des Singens und die Nachwuchsarbeit gesetzt werden. „Auch wir möchten, dass in unseren Kindergärten und Schulen wieder mehr gesungen wird“, betonten die Vorstände von „Nova Cantica“ und „Sangeslust“. Martina Stracke nannte als Beispiel so genannte „Singpausen“ in Grundschulen, ein Projekt dass sich an Düsseldorfer Bildungseinrichtungen bereits erfolgreich etabliert habe.
Besonders Männerchören fehle der Nachwuchs, betonte Reinhard Schönauer. Dabei sei die 73 Sänger zählende Hünsborner Gruppe attraktiv für aller Generationen. Moderne Chorliteratur werde eingeübt – „wir singen in drei Sprachen, das wäre früher undenkbar gewesen“, so Schönauer. „Die Nachwuchsarbeit ist vorrangiges Ziel unseres Vereins“, betonte Liborius Quast.
Daher sei es wichtig und richtig, dass der Männerchor sich auch auf „jungen“ Veranstaltung wie auf dem Hünsborner Flugplatzfest präsentiere. „Wir müssen uns ein größeres Podium schaffen und auch auf das Publikum zugehen.“