Pressemitteilung:

Olpe & Umgebung
  • Olpe / Siegen, 09. Juni 2009
Reinhard Jung (MdL) besuchte VWS in Siegen:

"Möchte die neuen Eigentümer näher kennenlernen"

Gesprächspartner waren Transdev SZ-Geschäftsführer Rainer Jung (Mitte) und der und der neue technische Betriebsleiter Jens Schmitz (r.).

Gesprächspartner von Reinhard Jung waren Transdev SZ-Geschäftsführer Rainer Jung (Mitte) und der neue technische Betriebsleiter Jens Schmitz (r.).
Rainer Jung erläuterte, dass Transdev in Frankreich traditionell einen nicht unerheblichen Teil des ÖPNV bestreitet. International tätig sei das Unternehmen seit Beginn der neunziger Jahre, wobei Deutschland zunächst ausgeklammert gewesen sei. Inzwischen verfügt die deutsche Tochter Transdev SZ über 400 eigene Busse, die im Linienverkehr, insbesondere in den Regionen Neuwied (Mittelrhein) sowie Siegen/Olpe, eingesetzt sind. Geschäftsführer Rainer Jung: "Transdev ist nicht zuletzt auch dem Gemeinwohl verpflichtet. Das Unternehmen verfolgt in Deutschland eine langsame, stetige Wachstumsstrategie, ist also auf Langfristigkeit orientiert. Für die VWS gilt, dass ihre regionale Verwurzelung in den Kreisen SI und OE auf jeden Fall erhalten bleiben soll, und es ist auch nicht geplant, den Namen zu ändern."

"Das höre ich gerne und lässt mich nunmehr doch auf eine für unsere Region und das Un-ternehmen gedeihliche Zusammenarbeit in der Zukunft hoffen", meinte Reinhard Jung (SPD-MdL). Er sprach ferner die Zusammenarbeit mit privaten Busunternehmen aus dem hiesigen Raum an, die im Auftrage der VWS einen Teil der Linienverkehre durchführen. Dazu erklärte der Transdev SZ-Geschäftsführer: "Grundsätzlich gilt, dass wir diese bewährte Zusammenarbeit fortsetzen wollen. Voraussetzung dafür ist, dass man sich bei einem Neuabschluss der entsprechenden Verträge jeweils auf faire Bedingungen verständigen kann." Natürlich müssten insoweit immer auch die Belange der eigenen Beschäftigten der VWS gesehen werden; das Verkehrsunternehmen verfügt derzeit über rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weiter machte Geschäftsführer Rainer Jung deutlich, "dass wir alles daran setzen werden, die Konzessionen für die Linienbündel in der Region auch für die Zeit nach 2010 zu behaupten". Reinhard Jung (MdL) und die Vertreter der VWS/Transdev stimmten überein, dass die Bemühungen darauf gerichtet sein müssen, einen attraktiven ÖPNV - auch in den ländlichen Bereichen beider Kreisgebiete - aufrechtzuerhalten. Dabei könne es unter Umständen sinnvoll sein, auf weniger stark frequentierten Strecken kleinere, bedarfsgerechte Fahrzeuge einzusetzen.

Auf Nachfrage des SPD-Landtagsabgeordneten kündigte der Transdev SZ-Geschäftsführer einen Wiedereinstieg der VWS in die Ausbildung junger Menschen an. "Derzeit haben wir weder in der Werkstatt noch in der Verwaltung Auszubildende, aber das soll sich wieder ändern, wenn das Ziel einer Konzessionsverlängerung erreicht ist", betonte Rainer Jung.