Pressemitteilung:

Olpe & Umgebung
  • Kreis Olpe / Düsseldorf, 29. Juni 2009
Jung (SPD) antwortet auf Kruse (CDU)

"CDU verdreht die Tatsachen - Vorwurf der Lüge absurd"

Reinhard Jung (MdL) stellte zunächst klar, dass alle Zahlen zur Lehrerversorgung und zum Unterrichtsausfall, die die SPD-Landtagsfraktion und auch er als örtlicher Abgeordneter verwendet haben, von der Landesregierung selbst stammen. „Die von Theo Kruse genannte Zahl von 103,5 Prozent Stellenausstattung an den Schulen in NRW bestreiten wir Sozialdemokraten nicht. Fakt ist aber, dass es diese Stellen teilweise nur auf dem Papier gibt. Viele Stellen sind also gar nicht mit Lehrer/innen besetzt. Vergleicht man die Stellenausstattung auf dem Papier des Schulministeriums mit der tatsächlichen Personalausstattung der Schulen, ergibt sich, dass landesweit über 4.000 Lehrkräfte fehlen“, unterstrich der SPD-Landtagsabgeordnete und fügte hinzu: „Theo Kruse und die verantwortlichen Fachpolitiker der Düsseldorfer Regierungskoalition verdrängen die simple Erkenntnis, dass nicht Stellen Unterricht erteilen, sondern nur echte Lehrer.“

Auch der Einwand Kruses, die SPD unterschlage die Vertretungsreserve im Grundschulbereich und berücksichtige nicht die flexiblen Mittel für den Vertretungsunterricht, sei zurück-zuweisen, so Reinhard Jung. „Lehrer/innen aus der Vertretungsreserve vertreten für einen befristeten Zeitraum real an den Schulen arbeitende Lehrkräfte, wenn diese z. B. längerfristig erkranken. Die Vertretungsreserve dient also - ebenso wie die flexiblen Mittel - nicht dazu, unbesetzte Stellen zu besetzen“, erläuterte Reinhard Jung (SPD-MdL). Dies sollte Theo Kruse, der doch vor seiner Wahl in den Landtag selbst Lehrer war, eigentlich wissen. „Stattdessen lässt er sich von Ministerin Sommer (CDU) und den ‚Werbestrategen’ der CDU-Landtagsfraktion dazu verleiten, hier in der Öffentlichkeit blanken Unsinn zu verbreiten und die Menschen hinters Licht zu führen“, kritistierte Jung.

Der SPD-Landtagsabgeordnete fasste zusammen: „Auch wenn die CDU uns Sozialdemokraten der Lüge bezichtigt, bleibt es dabei: Es fehlen in NRW über 4.000 Lehrkräfte, es fallen jährlich rund 4 Millionen Stunden Unterricht aus, plus eine weitere Million Stunden Unterrichtsausfall, die durch die Kopfnoten-Konferenztage verursacht werden. Skandalös ist auch, dass landesweit knapp 300.000 Schüler/innen in über 9.000 überfüllten Klassen unterrichtet werden, in denen 30 oder sogar mehr Kinder sitzen. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass immer mehr Lehrer, Eltern und Schüler, die zunächst große Hoffnungen auf Schwarz-Gelb gesetzt hatten, von der Schulpolitik dieser Landesregierung und ihren schlechten Resultaten ausgesprochen enttäuscht sind. Das weiß ich nicht zuletzt aus vielen Gesprächen mit am schulischen Leben Beteiligten auch hier bei uns im Kreis Olpe“, betonte Reinhard Jung abschließend.