Pressespiegel:
Die Genossen sprachen sich einstimmig für den Schönauer aus
Reinhard Jung soll erneut in Landtag
Bislang bewirbt sich nur der 56-Jährige um die SPD-Direktkandidatur für die Landtagswahl im kommenden Jahr.

Sauermann erwartet im übrigen nicht nur, dass Reinhard Jung innerhalb der eigenen Partei genügend Fürsprecher hat, sondern auch bei den Wählern. „Wir kämpfen nicht auf Platz, sondern um den Sieg." Da bei der Landtagswahl 2010 erstmals Erst- und Zweitstimmen abgegeben werden können, hofft Sauermann, dass der Mann aus den eigenen Reihen den zuletzt im Kreis Olpe immer siegreichen CDU-Kandidaten in der Wählergunst abhängen kann. „Aufgrund unserer Erfahrung setzen wir auf Sieg. Reinhard Jung ist der bessere Mann."
Bei der Wahl am 22. Mai 2005 konnte man lediglich eine Stimme abgeben und nicht zwischen Partei und Kandidat unterscheiden. Seinerzeit erhielt die CDU im Kreis Olpe 64 Prozent, die SPD lediglich 24,2 Prozent. Theo Kruse und die CDU feierten also einen bemerkenswerten Sieg, die SPD verlor deutlich. Gleichwohl zog Reinhard Jung über die SPD-Landesliste erstmals in den Düsseldorfer Landtag ein.
„Ich habe einiges für den Kreis Olpe erreicht - und das als Mitglied der Oppositionspartei", betonte Reinhard Jung gestern Vormittag. Dazu zählten unter anderem die Abwendung der Umbenennung des Autobahnkreuzes Olpe-Süd in Siegen-Nord, die Einstellung der dreispurigen Biggerandstraße in den vordringlichen Bedarf, die Errichtung des Wildschutzzaunes an der Autobahn 45 im Bereich der Gemeinde Wenden, der Besuch des neuen Verkehrsministers Lutz Lienenkämper (CDU) im Wendschen und dessen dabei erzielte Zusage, dass das von Wenden und Kreuztal anvisierte interkommunale Gewerbegebiet „Landhecke" einen direkten Anschluss an die HTS erhalte. Überdies habe er als Mitglied des NRW-Petitionsausschusses vielen Menschen auch im Kreis Olpe helfen können.
Er erhalte „viel Signale, dass ich gute Arbeit mache", führte Jung fort. „Ich habe gute Kontakte in die Ministerien in Düsseldorf und Berlin. Mir macht die Arbeit im Landtag und für die Bürger vor Ort sehr viel Spaß."
Sauermann attackierte in diesem Zusammenhang den CDU-Kreisvorsitzenden Theo Kruse. Der habe das Ziel herausgegeben, dass in allen Kommunen im Kreis Olpe die CDU-Kandidaten Bürgermeister werden sollen. In der Gemeinde Wenden aber habe die CDU gar keinen eigenen Kandidaten, erläuterte Sauermann. „Wie will jemand, der seinen eigenen Laden nicht kennt, sich um die Sorgen und Nöte der Bürger kümmern?"
Reinhard Jung, führte Sauermann fort, sei hingegen „der Kümmerer im Kreis Olpe". Der erfahrene Kommunalpolitiker sei jeden Tag Ansprechpartner für kleine und große Anliegen. „Es spricht sich herum, dass es keine zwei Tage dauert, ehe Reinhard Jung sich zurückmeldet und versucht, zu helfen."
Reinhard Jung ist verheirateter Vater einer erwachsenen Tochter. Nach dem Volksschulabschluss 1967 absolvierte er eine Lehre als Betriebsschlosser. Von 1971 bis 1995 war er als Schlosser und Schweißer bzw. Werkssanitäter tätig. Von 1995 bis 2001 agierte er als Oberwerksschutzmann und seit 2001 als Gesundheitsbeauftragter bei Thyssen-Krupp im Siegerland. Mitglied der SPD ist er seit 1989, seither sitzt er auch im Wendener Gemeinderat. Er ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) Wenden und Mitglied der IG Metall. Abgeordneter des Landtags Nordrhein-Westfalen ist er seit dem 8. Juni 2005.
