Pressespiegel:
Wendener SPD kündigt Sparkurs an
Rotstift verschont nur Schulen und Kindergärten
„Wir haben in den guten Jahren das Füllhorn ausgeschüttet. Das müssen wir jetzt zumachen. Wir fallen jetzt in ein Loch und müssen einen ehrlichen Kassensturz machen", forderte Niederschlag. Dabei müssten auch freiwillige Leistungen zurückgefahren werden, damit man nicht in zwei bis drei Jahren in der Haushaltssicherung lande. Durch die Abschaffung der Jagdsteuer würden jährlich 28 000 Euro im Wendener Gemeindesäckel fehlen.Harsche Kritik übten die Genossen am Wachstumsbeschleunigungsgesetz der Koalition. Die Gemeinde Wenden koste dies 241 000 Euro im kommenden Jahr und 423 000 Euro in 2011 „Erschreckende Zahlen", so Niederschlag.
„Die Kommunen zahlen die Zeche", meinte auch die Bundestagsabgeordnete Petra Crone. Das Selbstbestimmungsrecht der Kommunen werde völlig unterhöhlt. Bei drohender Haushaltssicherung würde die Bezirksregierung entscheiden, ob ein Stadion oder eine Bibliothek geschlossen wird oder offen bleibt. „Es ist wichtig, dass wir auf allen Ebenen daran arbeiten", so Petra Crone.
Die Wendener SPD werde auch weiterhin für den Mindestlohn eintreten, betonte Vorsitzender Jochen Sauermann: „Wir sind Sigmar Gabriel dankbar, dass man jetzt über Fehler der Vergangenheit spricht, wie die Rente mit 67." Man könne zwar nicht alles rückgängig machen, müsse aber variabler werden, so Petra Crone: „Es kann nicht jeder bis 67 arbeiten." Auch die Bundestagsabgeordnete un
terstützt den Mindestlohn: „Da bleiben wir am Ball. Wir warnen besonders vor der Grundsicherung der FDP. Das manifestiert die Armut. Es ist würdelos zu arbeiten und nicht davon leben zu können."
Die Wendener Genossen wollen die Partei der „Kümmerer" bleiben, wie Sauermann betonte: „Jeder kann zu uns kommen. Das hat etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun." Dabei setzt man auf das Erfolgsmodell Bürgerbüro. Sie sei überrascht, wie viele Anfragen an die Wendener SPD gestellt würden, so Petra Crone. Neben dem „Kümmern" für die kleinen Leute hob sie aber auch die Unterstützung der mittelständischen Industrie in der hiesigen Region hervor.
„Wir profitieren davon, dass wir Anlaufstellen haben, was Petitionen angeht", sagte Sauermann. Äußerst aktiv ist hier der Landtagsabgeordnete Reinhard Jung. Gab es vor 2005 im Kreis Olpe in 12 Jahren lediglich drei Petitionen, so waren es in diesem Jahr unter Jungs Regie 11 Petitionen, wobei sieben im Sinne des Petenten entschieden wurden. Aus Sicht eines Oppositionspolitikers habe er in den letzten viereinhalb Jahren viel erreicht, wie den Wildschutzzaun an der A 45 oder den Lärmschutz bei Frenkhausen, so Reinhard Jung.
Einige Termine stehen für die Wendener Genossen im kommenden Jahr bereits fest: politischer Aschermittwoch am 17. Februar in Schönau, DGB-Veranstaltung zum 1. Mai in Siegen sowie die Fahrt in den Panoramapark am 17. Juli. Zudem gibt es auch wieder die Aktion Korken für Kork und die Briefmarkenaktion der Jusos für Straßenkinder. Nach dem Scheitern der Klimakonferenz ist auf der Homepage der SPD Wenden ein Link geschaltet mit Tipps für Verbraucher. Zudem erhalten Strom- und Gaskunden im SPD-Bürgerbüro Tipps, wie sie ihre Rechnungen kürzen können.
Um noch näher an der Basis zu sein, hat die SPD die Öffnungszeiten ihres Bürgerbüros erweitert: montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 13 Uhr sowie freitags von 9 bis 14 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr. Zusätzlich gibt es jeden ersten Donnerstag im Monat eine Sprechstunde mit Jochen Sauermann und - sofern es der Terminkalender zu-lässt - mit Petra Crone und Reinhard Jung. „Wir sind froh, dass wir die Kontakte zu Berlin und Düsseldorf haben", betonte Sauermann.

