Pressespiegel:
Arbeiten nach Jahren wieder erlernen
Crone und Jung besuchen Förderband / Homringhaus: Wettbewerb zwischen den Trägern
An seinen drei Standorten, in Altenhundem, Olpe und Attendorn bietet Förderband seit nunmehr über 25 Jahren vielfältige Maßnahmen an, die vornehmlich darauf gerichtet sind, Menschen ohne Job in das Arbeitsleben zu integrieren.In letzter Zeit hat Förderband einige längerfristig angelegte Maßnahmen verloren. „Zum Teil wurden diese von der Arbeitsverwaltung bzw. der Politik ganz gestrichen, zum Teil haben sich bei den Ausschreibungen aus Kostengründen aber auch andere Anbieter durchgesetzt", berichtete Michael Homringhaus.
Der allgemeine Trend hin zu kürzerfristigen Maßnahmen sei - da waren sich die beiden SPD-Politiker und ihre Gesprächspartner einig - sehr bedenklich. „Für viele dieser Menschen geht es doch darum, das Arbeiten nach vielen Jahren der Passivität neu oder erstmalig zu erlernen. Und das geht meines Erachtens nur, wenn der betroffene Personenkreis über einen längeren Zeitraum unter geschützten Bedingungen den 'Ernstfall' proben und einüben kann", meinte Reinhard Jung (MdL). Seine Kollegin Petra Crone (MdB) ergänzte: „Daher drängt die SPD-Bundestagsfraktion darauf, das bisherige Maßnahmenniveau zumindest vorerst beizubehalten. Sollte die neue schwarz-gelbe Bundesregierung hier zunehmend den Rotstift ansetzen, riskiert sie, dass es längerfristig für Staat und Gesellschaft noch teurer wird. Prävention ist auf jeden Fall sinnvoller als spätere Reparaturen."
Michael Homringhaus ging noch näher auf den bundesweiten Wettbewerb zwischen den verschiedenen Weiterbildungsträgern ein: „Nicht wenige der großen, überregional agierenden Anbieter beschäftigen heute pädagogische Mitarbeiter im Billiglohnbereich. Das hat einen dramatischen Preisverfall bei den ausgeschriebenen Maßnahmen zur Folge, der auch Förderband zunehmend zu schaffen macht. Dazu erklärten Reinhard Jung (MdL) und Petra Crone (MdB): „Diese Entwicklung ist in der Tat sehr unbefriedigend, zumal es sich hier um eine hochqualifizierte Arbeit im Bildungssektor handelt." Regional verankerte Träger wie Förderband müssten bestehen können, weil sie die Situation vor Ort am besten kennen und das Vertrauen der zu betreuenden Menschen und der Betriebe genießen.